Entgiftung – Frühjahrskur für das Pferd

Im Herbst hatte ich meinem Pferd erstmalig eine Entgiftungskur gegönnt und ich muss sagen, ihm ging es sehr gut damit. Auffällig war, dass er in der Zeit sehr viel gepinkelt hat. Für mich war es ein Zeichen, dass im Körper was passiert ist und unerwünschte Stoffe abtransportiert wurden. Obwohl er nur nachts drin steht, habe ich jeden Tag ca. eine Karre mehr nasses Stroh aus der Box geholt als sonst.

Mein Pferd neigt sonst im Winter auch zu Kotwasser, was zum einen darauf zurück zu führen ist, dass in den meisten Ställen Heulage gefüttert wird, welche er nicht verträgt. Aber auch bei einer reinen Heufütterung hatte er sonst immer mal wieder etwas Kotwasser. Diesen Winter blieb das völlig aus! Nur seine Mauke beim Pferd, die er auch seit 13 Jahren jeden Winter bekommt, hat er auch diesen Winter bekommen.

Das Winterfell das er entwickelte, war so schön dicht, dass er den ganzen Winter ohne Decke bei Wind und Wetter draußen war. Selbst nach anhaltendem Regen war das Fell nie bis auf die Haut durchgeregnet (und ich spreche hier nicht von einer Robust Rasse sondern von einem Warmblüter). Das hat mich natürlich sehr gefreut, denn mit so einer Decke kriegt der Körper ja doch nicht so viel Licht und Luft, wie er haben sollte und auch das Wälzen ist für das Pferd nur das halbe Vergnügen.

Seitlich der Fesselbeuge beider Hinterbeine bilden sich dann entzündliche Stellen mit dicken Krusten. Egal ob das Pferd trocken oder nass, sauber oder dreckig steht, es kommt jeden Winter wieder. Natürlich mache ich die Krusten ab und desinfiziere und schmiere Zinksalbe oder Zahnpasta drauf, das hilft auch bedingt, aber wirklich weggehen tun die Maukestellen immer erst im Frühjahr.

Der Fellwechsel hat begonnen

Der Fellwechsel hat begonnen

Entgiftungskur zur Unterstützung des Fellwechsels

Ende Januar war es nun wieder so schlimm, dass ich mich entschloss die Frühjahres – Entgiftungskur vorzuziehen. So begann ich bereits Anfang Februar ihm Kristallkraft No1 zu füttern. Da mein Pferd auch bereits anfing, die ersten Haare zu verlieren, stand der Fellwechsel ja auch unmittelbar bevor.

Es war erstaunlich, schon nach wenigen Tagen waren die entzündlichen, gelben Krusten abgefallen. Nach 10 Tagen waren zwar immer noch kleine Krusten auf den Stellen, aber man sah, dass dieses gesundes Gewebe ist und es unter der Kruste nun heilt. Nach 14 Tagen kam der Rückschlag, mein Pferd verweigerte sein komplettes Futter, weil ihm das Kristallkraft nicht mehr schmeckte. Da ich die Kur aber nicht unterbrechen wollte, habe ich also einen Sack Mash gekauft. Mein Dicker liebt Mash, damit kann man ihm so ziemlich alles unterjubeln. Nach 4 Wochen nun sind die Maukestellen soweit abgeheilt, dass man sie kaum mehr sieht.

Warum wird Mauke durch Entgiftung besser?

Mauke hat nicht unbedingt etwas mit mangelnder Hygiene zu tun. Am Beispiel meines Pferdes war es diesen Winter sehr deutlich zu sehen. Seine Box miste ich jeden Tag komplett aus und streue wieder dick ein. Der Winterauslauf wurde gerade neu angelegt, ist absolut trocken und wird jeden Tag sauber gemacht. Es gab den ganzen Winter nicht einen Tag an dem unsere Pferde im Matsch standen. Kommt es dann trotzdem zur Mauke ist das ein Zeichen, dass die Entgiftungsorgane des Pferdes überlastet sind, was wiederum ein geschwächtes Immunsystem nach sich zieht. Der Körper entgiftet dann über die Haut und diese wird anfällig für Bakterienbefall. Mauke sollte daher immer ganzheitlich angegangen werden, Fütterung und Haltung sollten genau unter die Lupe genommen werden und die Mauke sollte innerlich und äußerlich behandelt werden. Selbst hartnäckige Fälle kriegt man so wieder in den Griff.

Maukestellen die auch durch Salben und Hygiene nicht besser wurden.

Maukestellen die auch durch Salben und Hygiene nicht besser wurden.

Nach 10 Tagen Entgiftung mit Kristallkraft No1

Nach 10 Tagen Entgiftung mit Kristallkraft No1

Nach 4 Wochen Fütterung mit Kristallkraft No1 ist so gut wie nichts mehr zu sehen.

Nach 4 Wochen Fütterung mit Kristallkraft No1 ist so gut wie nichts mehr zu sehen.

Was passiert sonst noch bei der Entgiftung

Eine Entgiftungskur tut dem gesamten Organismus sehr gut, ist doch auch das Pferdefutter, genauso wie unsere Lebensmittel, durch Umweltgifte belastet. Ein gesunder Köper kann dieses bis zu einem gewissen Maß gut kompensieren, daher merkt man bei einem gesunden Pferd auch nicht so viel von der Entgiftungskur. Irgendwann jedoch sind die Organe überlastet und die Pferde werden krank. Häufig wird dann an den Symptomen rum gedoktert und man wundert sich, dass nichts hilft. Nach einer Entgiftung verschwinden viele Probleme von ganz alleine, denn der Körper ist wieder in der Lage sich selbst zu helfen.

So ist es auch bei meinem Pferd, er hatte zum Glück bisher nie Probleme mit dem Fellwechsel, daher merke ich jetzt auch nicht so viel von der Entgiftung (außer natürlich die Mauke). Aber ich finde er ist sehr fit. Dieses Jahr wird es nun schon 18 Jahre alt, aber z.Zt. benimmt er sich im Gelände eher wie ein 4-jähriger. Manchmal ist das zwar etwas anstrengen, aber irgendwie freue ich mich auch immer, wenn ich merke dass es ihm richtig gut geht.

 

Ihre Stefanie Schünhoff

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Stefanie Schünhoff

Sie ist erfahrene Pferdefrau, Pferdetrainerin mit B-Lizenz sowie Turnierreiterin und bloggt für Kristallkraft.

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