Gelenkig unterwegs: Pferde im Gelände gymnastizierend reiten

Bestimmte Grundprinzipien gelten über die Grenzen von Pferderassen, Reitweisen und Disziplinen hinweg: Wie auch immer man „gutes Reiten“ definieren mag, selbiges kommt ohne ein Mindestmaß an Dressurelementen nicht aus. Und Dressur hat mit Pudeldressur in der Halle, mit dem mechanischen Abspulen auswendig gelernter Lektionen, mit Rollkur und vorne ziehen, hinten quetschen nichts zu tun. Trotzdem ist das Verhältnis vieler Freizeitreiter zur Dressur ein durchaus gespaltenes.

Dressur tut Pferden gut

Als Gustav Steinbrecht formulierte „Richte Dein Pferd gerade und reite es vorwärts“, lieferte er auch gleich eine umfassende Begründung für seine Aufforderung mit. Viele andere, die es wissen müssen, haben vor und nach ihm ebenfalls stichhaltig begründet, dass Dressur die Grundlage guten Reitens ist und wie genau Dressur auszusehen hat. Von Brustbeißen, Schweifschlagen, vom Abspulen sinnentleerter Lektionen und von mechanischen Hilfsmitteln war dabei nicht die Rede und so verwundert es nicht, dass gute Dressurarbeit mit den Auswüchsen des modernen Turniersports kaum etwas gemein hat. Keiner der alten Reitmeister hat überdies gefordert, Dressur habe sich im Elfenbeinturm der abgeschirmten Halle abzuspielen und auch heute wäre diese Forderung absurd und hochgradig kontraproduktiv. Überdies waren die alten Reitmeister samt und sonders der Meinung, Dressur tue jedem Pferd gut und vor allem dem von der Natur weniger begünstigten Pferd müsse durch gute Dressurarbeit geholfen werden.

Daraus folgt für uns Reiter: Das, was so pauschal unter dem Begriff „Dressurarbeit“ zusammengefasst wird, muss seinen festen Platz im täglichen Training – des Turnierreiters und Wanderreiters, beim Longieren oder bei der Langzügelarbeit, in der Halle, auf der Ovalbahn, im Gelände – haben.

Genaues Hinsehen, selbständiges Mitdenken, verantwortungsbewusstes Sortieren ist gefragt. Dressurmäßige Arbeit im weiteren Sinne aufgefasst, als gymnastizierendes Reiten mit dem Ziel, das Pferd dauerhaft zur Aufnahme der Reiterlast zu befähigen, ohne gesundheitliche Einbußen, Abstriche hinsichtlich Bewegungsqualität, Charakter oder Temperament befürchten zu müssen, dem lässt sich uneingeschränkt zustimmen, das ist ein echtes „Muss“. Um dies umzusetzen, muss der Reiter sich nicht mit Haut und Haar einem bestimmten Reitstil verschreiben, muss schon gar nicht an Turnieren teilnehmen, nach Erfolgen innerhalb des Wettkampfsystems mit seinen standardisierten Anforderungen streben, gut reiten aber muss er. Und das will er sowieso.

Minimalanforderungen

Was will dressurmäßige Arbeit ganz konkret erreichen, über die Grenzen von Reitstil und Gangart hinweg? Vielleicht lassen sich folgende Minimalanforderungen formulieren:

Mein Pferd soll sich in die Dehnungshaltung reiten lassen. Geht dies nicht, geht auch nichts anderes. Dehnung bedeutet, dass es Kopf und Hals unter Öffnung des Halswinkels nach vorne-unten streckt. Dabei dehnt es die langen Muskeln, die vom Genick bis zur Schweifspitze reichen. Dehnung hat nichts mit Einrollen zu tun, und nichts mit Laufen auf der Vorhand – zumindest, wenn es richtig gemacht wird. Wichtig ist der Fleiß des Pferdes bei feiner, nachgebender Hand des Reiters, wodurch es mit der Hinterhand weit unter den Rumpf greifen und sich nach vorne strecken wird.

Mein Pferd muss sich in jeder Gangart korrekt gestellt auf dem Zirkel reiten lassen. Nicht dressurmäßig gerittene Pferde können oft nicht mit korrekter Linienführung geritten werden, sie stehen so wenig an den Hilfen, sind so wenig durchlässig und ihre Reiter so wenig aufmerksam, dass sie schon auf geraden Wegen von recht nach links eiern. Den eigenen Körper entsprechend einer gebogenen Linie wie dem Zirkel auszurichten, das überfordert sie, weil sie nicht ausbalanciert sind und/oder nicht korrekt an den Hilfen stehen.

Fleißige Arbeit auf dem Zirkel führt dazu, dass die außen liegende Körperhälfte des Pferdes um ein geringes länger wird als die innere, das Pferd richtet seinen Körper entlang der gebogenen Zirkellinie aus. Zirkelarbeit auf beiden Händen, später auch in Form einer Spirale (allmähliches Verkleinern des Zirkels bis zur Größe einer Volte unter Beibehaltung der Gangart mit anschließendem Vergrößern) trägt bereits viel dazu bei, die Muskulatur des Rumpfes elastisch zu halten und zu kräftigen.

Korrektes halten und rückwärtsrichten kann man sehr gut im Gelände üben.

Korrektes halten und rückwärtsrichten kann man sehr gut im Gelände üben.

Mein Pferd soll sich korrekt anhalten und rückwärts richten lassen. Ganze Paraden mit oder ohne anschließendes Rückwärtsrichten lassen mein Pferd besser an die Hand treten, halten es aufmerksam, bringen es vor den Reiter, vors Bein. Korrekt durchgeführt, verlagern sie das Gewicht des Pferdes samt Reiter ein wenig in Richtung Hinterhand und machen die Vorhand frei. Die Tragkraft des Pferdes und seine Durchlässigkeit werden verbessert. Beginnend mit dem einfachen Anhalten und erneuten Antreten kann dann die Abfolge Anhalten – Rückwärtsrichten (Anzahl der Tritte vorher überlegen und genau einhalten) – erneutes Antreten und schließlich die Schaukel geübt werden. Bei der Schaukel tritt das Pferd eine vom Reiter bestimmte, wechselnde Anzahl Tritte vor und zurück, vor und zurück, ohne Stillstand. Diese Übung schult insbesondere die Aufmerksamkeit des Pferdes und lehrt den Reiter korrektes, weil punktgenaues Reiten.

Mein Pferd versteht den seitwärts treibenden Schenkel. Viele ungeschulte Pferde rennen vor dem Schenkel regelrecht davon, Schenkeldruck bedeutet für sie nur „Vorwärts!“. Sie haben es nicht anders gelernt, denn ihre Reiter haben es ihnen beigebracht. Andere sind schenkelfaul oder schenkelstumpf, sie haben im Laufe der Zeit gelernt, das Trommelfeuer klammernder oder klopfender Schenkel zu ignorieren. Schon zum korrekten Anhalten und Rückwärtsrichten aber braucht es das Zusammenspiel von Schenkel und Hand, was auf der Geraden noch recht einfach ist. Um das Pferd mit biegender Arbeit vertraut zu machen, muss das Pferd die Bedeutung des seitwärts treibenden Schenkels kennen. Der seitwärts treibende Schenkel vermittelt im Zusammenspiel mit dem verwahrenden Schenkel und den entsprechenden Zügelhilfen ein kombiniertes Vorwärts und Seitwärts. Es ist dabei wichtig, den Vorwärtsimpuls beizubehalten, um Fehler wie vor allem das Davonlaufen vor dem treibenden Schenkel oder das Verkriechen und Rückwärtstreten zu verhindern. Einfaches Schenkelweichen ist gut geeignet, Reiter und Pferd mit der Bedeutung des seitwärts treibenden Schenkels vertraut zu machen.

Mein Pferd beherrscht Schulterherein. Jedes Pferd, wirklich jedes, kann und sollte Schulterherein lernen. Das in sich gebogene Pferd geht dabei auf (je nach Lehrmeinung und Ausbildungsstand) drei oder vier Hufspuren (außen der äußere Hinterhuf, mittig innerer Hinterhuf und äußerer Vorderhuf, innen der innere Vorderhuf), hat also das Prinzip des Seitwärts und Vorwärts gut verstanden und umgesetzt, lässt sie geschmeidig um den inneren Schenkel biegen. Es ist dabei schön aufgerichtet, in einer elastischen Selbsthaltung. Der Reiter hat eine klare Vorstellung vom Zusammenspiel der Hilfen und kann Zügel, Gewicht und Schenkel gezielt und differenziert (rechts und links werden unterschiedliche Hilfen gegeben) einsetzen.

Dies sind Minimalanforderungen, gewiss. Aber: Was will man mehr? Und was braucht man mehr – für schönen, ausdrucksvollen Tölt, sauberen, taktklaren Trab, bergauf gesprungenen Galopp, schreitenden, räumenden Schritt?

Dressurmäßig reiten – im Gelände?

Eigentlich lassen sich fast alle sinnvollen Dressurlektionen ebenso gut im Gelände durchführen wie in der Reitbahn, wenn der Reiter die überflüssigen Blockaden im Kopf abbaut: Dressur ist nicht langweilig, stumpft das Pferd nicht ab, beeinflusst sein Gangwerk, seine Haltung, Aktion oder Aufrichtung nicht negativ, macht es nicht hart im Maul. Und: Eine Trennung in „Tölt reiten“ oder „Dressur reiten“, in „Ausreiten“ oder „Dressur reiten“, in „Training für den Wanderritt“ oder „Dressurreiten“ ist ebenso falsch wie schädlich. Es spricht allerdings auch nichts dagegen, regelmäßig in der Bahn zu arbeiten, denn Dressurarbeit ist auch Kopfarbeit und die fordert das Pferd auf besondere Weise – Langeweile und Dressur schließen sich eigentlich gegenseitig aus …

Welche Übungen lassen sich reitweisenübergreifend als Basiselemente dressurmäßiger Arbeit benennen?

Gymnastik á lá Pferd

Sie besteht in erster Linie in

  • dem Reiten von Übergängen durch Wechsel der Gangart oder des Gangmaßes,
  • dem Reiten auf gebogenen Linien,
  • dem Reiten mit Stellung und Biegung,
  • dem sinnvollen Wechsel zwischen Dehnung und Versammlung, Anspannung und Entspannung.
Breite Wege laden ein um Schlangenlinien oder Volten zu reiten.

Breite Wege laden ein um Schlangenlinien oder Volten zu reiten.

Bauen Sie diese Grundlagen in Ihre tägliche Arbeit mit ein, so reiten Sie dressurmäßig – eigentlich, ohne es groß zu merken. Die Früchte konsequenter Dressurarbeit aber werden Sie sicher ganz bewusst ernten: Ihr Pferd wird durchlässiger, besser bemuskelt, geht mit aktiver Hinterhand über den Rücken und verlagert seinen Schwerpunkt nach hinten. Das alles kommt uns bekannt vor, man nennt es  Versammlung …

Warum sollte der Reiter nicht im Gelände ab und an die Gangart wechseln, eigentlich tue er das doch sowieso – vielleicht müsste diese Übung nur bewusster, sorgfältiger und konsequenter durchgeführt werden, um daraus mehr Nutzen für das Pferd zu ziehen? Was spricht dagegen, Schlangenlinien auf breiteren Wegen oder Volten an Wegkreuzungen zu reiten, ab und an die „Hand“ zu wechseln oder Seitengänge zu reiten? Kann der Reiter sein Pferd nicht auch im Gelände durch einfaches Zügel aus der Hand kauen lassen in die Dehnungshaltung entlassen, um es an geeigneter Stelle später wieder aufzunehmen? Auf jedem Weg, der nicht gerade eine gefrorene Buckelpiste oder eine Mini-Vielseitigkeitsstrecke voller Schlammlöcher und Bruchholz ist, lassen sich einfachste Dressurübungen mit hohem gymnastischen Wert durchführen.

Ein paar Beispiele:

  • Jeder Wegrand, jede Hecke bietet genug Anlehnung, um Übungen wie Schenkelweichen (in verschiedenen Varianten: Kopf nach innen, Kopf nach außen, im Zickzack) oder Schulterherein (ebenso wie Konterschulterherein, Travers, Renvers beim fortgeschrittenen Paar) zu absolvieren oder schlicht darauf zu achten, sein Pferd gerade zu richten.
  • Baumreihen laden zum Reiten von Achten oder Volten ein, einzelne Verkehrsschilder oder Abfallbehälter (Vorsicht, es könnte Abfall daneben liegen!) dienen als Orientierungspunkt für Zirkel, Zirkel verkleinern und vergrößern, Volten und andere Übungen.
  • Hindernisse wie Pfützen, Schlammstrecken, Äste und Steine werden, so sie keine Gefahr darstellen, bewusst einmal nicht um-, sondern über – und durchritten, vielleicht als eine Art Trabstangentraining, dann bitte im leichten Sitz. Einzeln liegende Baumstämme laden zum Übertreten oder Seitwärtstreten ein.
  • Bietet Ihr Reitgelände absolut keine Möglichkeit für lange Reprisen, weil auf jeden Weg mit weichem Geläuf nach knapp hundert Metern der unvermeidliche betonierte Feldweg folgt, so machen Sie aus der Not eine Tugend und üben ganz bewusst Übergänge (Halten – Schritt – Trab und zurück oder Trab – Halt – Trab) und Wechsel im Gangmaß (Tritte verlängern und einfangen).
  • Unebenheiten wie ausgefahrene Traktorspuren auf einem Feldweg unterstützen das Geraderichten oder können, quer überritten, eine ähnliche Wirkung wie Stangenarbeit ausüben.
  • Üben Sie, Ihr Pferd auch im Gelände auf beiden Händen anzugaloppieren, einfache Galoppwechsel zu reiten, leicht oder im Entlastungssitz zu traben und auf Wegen mit gutem Geläuf auszusitzen. Besonders reine Geländereiter haben oft nicht gelernt oder es verlernt, ein Pferd im Trab zu sitzen. Es spricht nichts dagegen, bei weichen und flachen Wegen auch im Gelände zeitweise auszusitzen und durch das Fehlen von Ecken fällt dies gerade dem ungeübten Reiter oft leichter als in der Bahn.
  • Nutzen Sie jede Kreuzung und Biegung, um Ihr Pferd ordentlich „durch die Ecke“ zu reiten.
  • Wechseln Sie, wie bereits erwähnt, auch im Gelände regelmäßig die Hand. Linker Hand halten Sie sich am rechten Wegrand, stellen Ihr Pferd nach links, tragen die Gerte links, Traben entsprechend leicht und galoppieren links an. Stellen Sie auf rechte Hand um und wechseln Sie – schön mit Wechsel der Stellung und unterstützt primär vom rechten Schenkel, nicht von der linken Zügelhand – an den linken Wegrand. Rechts angaloppieren, rechts Schenkelweichen, rechts Schulterherein usw. – Sie wissen Bescheid!
  • Achten Sie auf eine konsequente Linienführung. Ostern war gestern – ab sofort wird nicht mehr geeiert! Reiten Sie eine gedachte Linie entlang und stellen Sie Ihr Pferd auf diese Linie ein. Ecken werden nicht geschnitten, sondern korrekt genommen. Abdriften Richtung Wegmitte oder hin zur anderen Seite ist nicht erlaubt. So ist es möglich, auch im Gelände auf einer Hand zu reiten und sicher zu stellen, dass Ihr Pferd an den Hilfen steht und sich nicht durch Aufgaben schummelt, die ihm nicht liegen (beispielsweise, wenn es eine Hand bevorzugt).
  • Richten Sie Ihr Pferd gerade und lassen Sie diese Geraderichtung notfalls von einem mit reitenden Fachkundigen überprüfen. Die „Spurbreite“ jedes Pferdes ist hinten größer als vorne. Pferde neigen dazu, sich mit einer Seite an eine – real existierende oder gedachte – Bande anzulehnen, sodass Vorder – und Hinterhuf einer Seite im besten Fall haargenau in einer Spur fußen und im schlimmsten Fall das noch rohe Pferd mit einer Hinterhand weit am Körper vorbei auftritt. Korrekt ist aber ein Auffußen beider Vorderhufe annähernd deckungsgleich oder knapp innerhalb der Spuren der Hinterhand. Seitengänge unterstützen den Prozess des Geraderichtens.

Nicht vergessen: Die magische Drei

Jede Übungseinheit, ob unter dem Sattel, an Longe oder Führstrick oder vor der Kutsche, sollte zweckmäßigerweise in drei Phasen eingeteilt werden. Während der Dehnungsphase werden die großen Muskelpartien zunächst stärker durchblutet und vorgedehnt und damit auf die kommende Beanspruchung vorbereitet. Das Gleitmittel der Gelenke, die Synovia, erreicht unter der leichten Belastung dieser Aufwärmphase allmählich die für eine einwandfreie Funktion notwendige Beschaffenheit. Auch die Psyche des Pferdes hat Zeit, seine Aufmerksamkeit zunehmend seiner menschlichen Bezugsperson zuzuwenden. Inhalt der sich anschließenden Arbeits- oder Leistungsphase sind die zuvor gewählten Übungselemente, ob in der Dressurarbeit, beim Geländeritt oder auf der Ovalbahn. Nun wird das Pferd seiner Leistungsfähigkeit entsprechend bewegt, wird vermehrt versammelt, nun werden die Grenzen weiter gesteckt. Noch bevor Pferd und Reiter geistig oder körperlich ermüdet sind, geht die Leistungsphase in die abschließende Entspannungsphase über. Der Übergang wird zweckmäßigerweise durch eine gelungene Übung markiert, die Anlass für ein ausgiebiges Lob und ein Entlassen in die Dehnung bietet. Nun kommen Atmung und Pulsschlag allmählich zur Ruhe, das Pferd darf sich recken und strecken und in jeder Beziehung aus der Anspannung der Übungen lösen.

Fantasie gefragt

Die gymnastizierende Arbeit im Gelände gestaltet sich je nach den örtlichen Gegebenheiten manchmal schwieriger als in der Bahn, da hier weder gleichmäßige Bodenverhältnisse noch beliebig viel Platz vorhanden sind. Sie müssen also ein bisschen planen, um beispielsweise den einzigen federnden Waldweg weit und breit genau in dem Moment einschlagen zu können, wo lösende Trabarbeit ansteht. Die Möglichkeiten eines Waldparkplatzes oder Brachfelds müssen für Zirkel und ähnlich Raum fordernde Lektionen ausgenützt werden. Während Schulterherein auf jedem einigermaßen ebenen, schmalen Pfad geritten werden kann, benötigen Sie für Schenkelweichen und Viereck verkleinern und vergrößern schon einen etwas breiteren Weg. Gestatten die Bodenverhältnisse keine höheren Gangarten, können Sie nach einer lösenden Schrittrunde im Gelände die eigentliche Arbeit in die Bahn verlegen, um abschließend für die Entspannungsphase noch ein paar Minuten ins Gelände zu bummeln.

Es gibt also viele Gründe, die für eine konsequente Nutzung des Geländes auch im Rahmen ernsthafter Dressurarbeit sprechen, ganz unabhängig von Reitweise oder Ausbildungsniveau. Umgekehrt spricht viel dagegen, Pferde draußen mehr oder weniger unkontrolliert und irgendwann nicht mehr kontrollierbar fetzen zu lassen, denn Geschwindigkeit hat mit gutem Reiten nichts zu tun. Gut  reiten heißt gymnastisierend reiten, und das geht fast überall.

Ihre Angelika Schmelzer

Angelika Schmelzer

Die erfahrene Reiterin, Fachbuchautorin und Pferdefotografin bloggt für KRISTALLKRAFT®.

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2 Kommentar(e)

  1. Dr. Detlef Heindl

    Pferde im Gelände gymnastizieren von Angelika Schmelzer: ein top Artikel, der genau in`s schwarze trifft!!

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