Pilzbefall beim Pferd – Behandlung von Hautpilz

Jeden kann es treffen, Pilzbefall beim Pferd, denn Pilze sind überall in unserer Umwelt. Sie leben im Boden, im Mist, in Pferdedecken und auch auf der Hautoberfläche. Einem gesunden Pferd mit intaktem Immunsystem können die Pilze nichts anhaben. Ist jedoch der Körper des Pferdes geschwächt, das Pferd gestresst oder der natürliche Fettfilm der Haut gestört (z.B. durch waschen mit tensidhaltigen Produkten), nehmen die Erreger Überhand und der Hautpilz kann sich ungehindert ausbreiten. Die Erkrankung tritt oft ohne erkennbare Infektionsquelle auf, denn die Pilzsporen überleben viele Monate und Jahre in der Umwelt des Pferdes. Der Hautpilz ist lästig, hartnäckig und sehr ansteckend, weshalb sofort gehandelt werden sollte. Ansonsten können aus den zunächst kleinflächigen Veränderungen schnell großflächige Hautveränderungen und Vernarbungen werden. Die vorgeschädigte Haut bietet Bakterien eine gute Angriffsfläche und es kann zu Sekundärinfektionen kommen.

Symptome des Pilzbefall beim Pferd

Zunächst findet man kleine runde Hautschwellungen oder Knötchen mit aufgestellten Haaren am Pferd. Die Haare fallen schließlich aus und hinterlassen kreisrunde Stellen mit schuppigen oder krustigen Belegen. Die Stellen werden größer und fließen mit anderen Stellen zusammen, es kommt zu größeren haarlosen Bezirken.

Behandlung des Pilzbefall beim Pferd

Die klassische Behandlung des Hautpilz beim Pferd erfolgt mit einer Waschlösung, die man beim Tierarzt erhält. Im Abstand von 3-4 Tagen wird das Pferd damit immer wieder abgewaschen, bis die Stellen abgeheilt sind. Als alternative Pilzbehandlung bei Pferden können Moose verwendet werden, die eine extrem starke pilzabtötende Wirkung haben. Am besten wirkt sogenanntes Lebermoos gegen Pilzbefall beim Pferd, entweder als zerriebener Moosmatsch, oder auch als alkoholisches Lebermoosextrakt. Bei Pilzen, die im und unter dem Fell sitzen, sind alkoholische Extrakte (zu beziehen über Apotheken oder das Internet) besser geeignet, weil sie dünnflüssiger sind und tief ins Fell gelangen. Weitere pilzabtötende Mittel sind Obstessig und Teebaumöl. Diese dürfen aber nur verdünnt am Pferd angewendet werden. Bei der Behandlung des Pilzbefall beim Pferd ist Ausdauer wichtig. Erst wenn alle Stellen abgeheilt sind, sollte die Behandlung beendet werden.

Nicht zu vergessen, alle Utensilien die mit dem Pferd Kontakt haben, so wie Sattel, Trense, Halfter, Decken, Putzzeug, usw. müssen mit einem Pilzabtötenden Mittel behandelt werden, oder wenn möglich bei mindestens 60 Grad gewaschen werden.

Bekämpfung der Ursache des Pilzbefall beim Pferd

Jeder Pferdebesitzer sollte überlegen, warum das Immunsystem seines Pferdes so geschwächt ist, dass die Pilze bei seinem Pferd Überhand nehmen konnten. Hat das Pferd Stress in der Herde oder auf Turnieren? Funktioniert der Stoffwechsel? Oder ist es vielleicht stark verwurmt? Entsprechende Gegenmaßnahmen sollten unbedingt ergriffen werden. Auch eine Entgiftungskur z.B. mit KRISTALLKRAFT No1 hilft den Stoffwechsel des Pferdes wieder ins Gleichgewicht zu bringen und stärkt das Immunsystem. Dieses kann im akut Fall geschehen oder auch 2x im Jahr vorbeugend, am besten in der Zeit des Fellwechsels.

Ihre Stefanie Schünhoff

Stefanie Schünhoff

Sie ist erfahrene Pferdefrau, Pferdetrainerin mit B-Lizenz sowie Turnierreiterin und bloggt für Kristallkraft.

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