Reiten im Herbst – die schönste Jahreszeit zum Ausreiten

Im Spätsommer und im Herbst genieße ich es immer besonders mit meinem Pferd durch die Wälder und die Felder zu streifen. Die lästigen Bremsen aus den Sommertage sind nicht mehr da, die Temperaturen sind angenehm und der Wald verfärbt sich langsam bunt, reiten im Herbst, einfach toll.

Manchmal findet man auch noch einen Stoppelacker auf dem man einen flotten Galopp einlegen kann oder aber man nutzt die freie Fläche um ein paar Kringel zu reiten und sein Pferd auf Zirkeln und Volten zu stellen, zu biegen und zu gymnastizieren. Als ehemals ambitionierte Dressurreiterin weiß ich wie wichtig eine solide dressurmäßige Grundausbildung ist und auch wie angenehm sich so ein Pferd später reiten lässt. Trotzdem habe ich seit einigen Jahren keine Lust mehr meine Runden auf dem Reitplatz zu ziehen.

Nun habe ich aber seit einiger Zeit ein ganz junges Pferd, welches ich im Frühjahr eingeritten habe und welches durchaus noch ein wenig dressurmäßigen Schliff braucht. Damit die Dressur nicht zu kurz kommt, fange ich zunächst zuhause auf dem Reitplatz an und arbeite dort eine Zeit lang mit dem Pferd. Am besten ist es immer, wenn man sich ein realistisches Ziel setzt, was man erarbeiten möchte (z.B. ein paar Tritte Schultervor), ist das Ziel erreicht geht es noch eine Runde ins Gelände. Gerade bei jungen Pferden (aber auch bei älteren Pferden) sollte man aber nicht immer stoisch an diesem Ziel festhalten. Manchmal versteht das Pferd einfach nicht, was man von ihm will.

Auch im Gelände das Pferd gymnastizieren

Statt dann eine Lektion immer und immer wieder zu üben, sollte man lieber noch etwas machen, was das Pferd gut kann und die Übungseinheit beenden. Meistens klappt es dann beim nächsten Mal plötzlich. Auch im Gelände achte ich darauf, dass mein Pferd über den Rücken geht und meine Hilfen korrekt umsetzt. So heiß Galopp nicht einfach irgendein Galopp, den das Pferd gerade anbietet. Ich gebe ganz bewusst die Hilfe für den Rechts- oder den Linksgalopp, denn auch im Gelände sollten beide Hände immer gleichmäßig trainiert werden.

Bei mir in der Gegend werden viele Kartoffeln angebaut und auch die abgeernteten Kartoffelflächen bieten sich zum einen für flotte Galoppaden an und zum anderen auch für die dressurmäßige Arbeit. Bei allem Ehrgeiz darf natürlich die Entspannung nicht zu kurz kommen. Hat das Pferd alles gut gemacht, sollten Reiter und Pferd auch mal am hingegebenen Zügel relaxen und den goldenen Herbst genießen.

In diesem Sinne wünsche ich schöne Herbstausritte

Ihre Stefanie Schünhoff

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Stefanie Schünhoff

Sie ist erfahrene Pferdefrau, Pferdetrainerin mit B-Lizenz sowie Turnierreiterin und bloggt für Kristallkraft.

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