Ist Ihr Pferd stressanfällig oder hat es Turnierstress? So beugen Sie natürlich vor…

Jedes Pferd ist anders, die einen sind total entspannt und sind nur selten gestresst, die nächsten scheinen äußerlich ruhig, haben aber innerlich Stress und andere wieder zeigen deutlich, wenn sie aus stressigen Situationen am liebsten flüchten möchten. Schnell kommen Pferd und Reiter in eine Stressspirale, die nur schwer zu durchbrechen ist.

Ich kenne es von mir selber, reagierte mein Pferd in neuen Situationen mit Nervosität und Stress, wirkt sich das auch auf mich aus. Macht mein Pferd z.B. Probleme beim Verladen, gehe ich beim nächsten Mal schon mit einem schlechten Gefühl an diese Situation heran. Ich habe Angst, dass mein Pferd wieder Angst hat und Stress bekommt. Natürlich wird es auch so kommen, denn mein Pferd merkt wiederum, dass ich Stress habe und denkt, dass da etwas Schreckliches passieren wird und so schaukeln wir uns gegenseitig hoch.

Normalerweise flüchten Pferde aus stressigen Situationen

Pferde sind in der freien Natur Beutetiere und Fluchttiere. Sie nehmen oft die kleinste Bewegung in ihrer Umgebung wahr, sofort wird der Körper fluchtbereit gemacht. Stresshormone werden ausgeschüttet und die Durchblutung im Verdauungstrakt reduziert, damit die Muskeln für eine eventuelle Flucht gut versorgt werden können. Der Verdauungsprozess wird gedrosselt, die Magensäure wird jedoch weiter produziert. Durch die Flucht, welche in der Regel nur recht kurz andauert, werden die Stresshormone wieder abgebaut und auch die Verdauung nimmt anschließend ihre Arbeit wieder auf.

In menschlicher Obhut ist es dem Pferd nicht möglich seine Stresshormone durch Flucht abzubauen. Solange der Stresslevel noch da ist, ist auch der Verdauungsprozess gedrosselt. Die die Magensäure wird jedoch kontinuierlich weiter produziert, obwohl das Pferd keine Nahrung mehr aufnimmt. Die Magensäure wird somit nicht für die Futterverwertung verarbeitet und bleibt zu lange im Magen. Die empfindliche Magenschleimhaut wird durch die Säure angegriffen und gereizt.

Die Stressspirale dreht sich weiter, denn Magenschmerzen (und überhaupt Schmerzen) sind wiederum Stress für das Pferd.

Die Stressspirale bei Pferd und Reiter durchbrechen

Der beste Weg aus der Stressspirale ist natürlich es gar nicht erst so weit kommen zu lassen. Das heißt, geben Sie sich und Ihrem Pferd immer so viel Zeit wie nötig, um sich an neue Situationen zu gewöhnen. Möchten Sie z.B. mit Ihrem Pferd auf Turniere gehen, üben Sie zuhause in aller Ruhe das Verladen. Oft ist es auch hilfreich, wenn eine andere pferdeerfahrene Person das mit dem Pferd übt, weil man als Besitzer oft zu viel Ehrgeiz und eine zu hohe Erwartungshaltung an den Tag legt. Vielleicht können Sie auch erst einmal mit einem anderen erfahrenen Pferd mit zum Turnier fahren, ohne gleich in einer Prüfung zu starten. Ihr Pferd kann sich alles in Ruhe ansehen und Sie selber können ohne Prüfungsstress ein paar Runden reiten.

Gleiches gilt natürlich für alle anderen Situationen auch, optimaler Weise gewöhnen Sie Ihr Pferd schrittweise an neue Sachen, Situationen oder Ausrüstungsgegenstände.

Ich weiß, dass ist nicht immer möglich und wir können auch nicht jeglichen Stress von unserem Pferd fernhalten. Hier noch ein paar Tipps, wie Sie den Stresspegel so niedrig wie möglich halten:

Ist der Reiter entspannt ist auch das Pferd ruhig und ausgeglichen

Ist der Reiter entspannt ist auch das Pferd ruhig und ausgeglichen

Der Stresspegel des Reiters / Pferdebesitzers ist entscheidend

Ganz wichtig ist, dass Sie selber ruhig und entspannt sind, denn Pferde merken sofort, wenn Ihr Besitzer oder Reiter Stress hat. Für das Pferd ist das bereits eine Alarmstufe, es könnte (aus Pferdesicht) nötig sein, die Flucht zu ergreifen. Kommt z.B. der Tierarzt zum impfen und Sie wissen Ihr Pferd hat Angst vor Spritzen, bitten Sie jemand anderes aus dem Stall, das Pferd dem Tierarzt vorzustellen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das klappt immer viel besser!

Haben Sie reiterliche Probleme und Ihr Pferd verkrampft sich beim Reiten, scheut immer in einer bestimmten Ecke oder macht bei neuen Lektionen dicht, helfen Ihnen z.B. Atemübungen und Gymnastik auf dem Pferd. Nutzen Sie die anfängliche Schrittphase um sich selbst zu lockern, ziehen abwechselnd die Beine links und rechts hoch, kreisen die Arme, beugen sich vor und zurück, atmen tief ein und aus und schnauben mal wie ein Pferd. Dem Pferd signalisiert dieses, alles ist in Ordnung und entspannt.

Scheut Ihr Pferd immer in einer Ecke, ist es ganz wichtig diese Ecke nicht auch noch zu fokussieren. Das ist leider eine normale Reaktion von uns Menschen, wir gucken immer dahin und überlegen, was da Spannendes ist. Das Pferd merkt das und denkt, da ist wirklich etwas Schlimmes. Gucken Sie in eine andere Richtung, treiben Ihr Pferd ganz selbstverständlich vorwärts und ignorieren sein Verhalten einfach. Ist Ihr Pferd bei einer neuen Lektion überfordert, machen Sie eine Pause, lassen die Zügel ganz lang und halten einfach mal an und lassen das Pferd stehen, bis es einmal tief durchgeatmet hat. Eventuell kann es auch sinnvoll sein, die Anforderung wieder um einen Schritt zurück zu schrauben.

Die Stressverarbeitung beim Pferd natürlich unterstützen

Nun ist das alle leichter gesagt (geschrieben) als getan, ich kenne das zu genüge aus eigener Erfahrung. Meinem alten Pferd konnte ich nie etwas vormachen, der hat immer sofort gemerkt, wenn ich unter Anspannung war. Auf Turnieren war er auch total nervös, hatte Durchfall und nichts mehr gefressen und getrunken. Leider gab es damals noch nichts dopingfreies was man dem Pferd geben konnte, um die Stressverarbeitung zu verbessern. Das Kristallkraft Mental Balance wäre sicher genau das richtige für mein sensibles Pferd gewesen und somit wäre auch ich ruhiger gewesen, wenn ich gewusst hätte, dass mein Pferd das alles gut verkraftet. Durch das Mental Balance wird die Psyche harmonisierte und die Stresshormonproduktion reduziert. Dadurch wird indirekt auch der Magen des Pferdes geschützt, denn die Verdauung kommt nicht stressbedingt zum Erliegen.

Pferde die bereits ein Magenproblem haben, sind besonders sensibel, da sie durch die Magenbeschwerden unter Dauerstress leiden. Hier durchbricht man die Stressspirale nur wenn man zunächst den Magen wieder in Ordnung bringt. Hat das Pferd bereits Magengeschwüre entwickelt, kommt man um eine tierärztliche Behandlung nicht herum. Eine leichte Magenschleimhautreizung bekommt man durch optimale Fütterungs- und Haltungs- und Trainingsbedingungen wieder in den Griff. Hierzu hatte ich hier schon einmal einen Artikel geschrieben. Unterstützend für die Heilung und auch in der Folge präventiv, hat sich die Gabe von Kristallkraft Coolly bewährt. Die Magenschleimhaut wird geschützt und überschüssige Magensäure wird neutralisiert. Auch Coolly ist dopingfrei und daher sehr gut für Turnierpferde geeignet.

Oft muss man einfach zu solchen Hilfsmitteln greifen um aus der Stressspirale auszubrechen. Ist einmal der erste Schritt in die richtige Richtung gesetzt, dreht sich die Spirale oft anders herum und es geht plötzlich ganz schnell bergauf.

 

Ihre Stefanie Schünhoff

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Stefanie Schünhoff

Sie ist erfahrene Pferdefrau, Pferdetrainerin mit B-Lizenz sowie Turnierreiterin und bloggt für Kristallkraft.

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