Melasse bei Pferden

Reizwort Melasse

Melasse, das soll gesund sein?

zucken auch Sie bei dem Wort Melasse sofort zusammen, da sie glauben, dass Melasse schädlich ist für Pferde? Wie ein Schreckgespenst geistert diese Information durchs Internet, dabei gilt auch hier, die Menge macht das Gift. Kaum jemand beschäftigt sich damit, was hinter dem Wort Melasse eigentlich steckt, was für Inhaltsstoffe sie enthält und wozu sie dient. Die wenigsten wissen, wie unglaublich gesund das „Schwarze Gold“ ist und was für ein Segen in der Pferdefütterung. Es kommt natürlich darauf an, welche Melasse verwendet wird und in welcher Menge.

Was ist Melasse und welche Arten von Melasse gibt es?

Zucker wird in etwa 120 Ländern produziert, davon ist über 70% Rohrzucker und der Rest Rübenzucker. Selbst die Verarbeitung mit modernster Technik schafft es nicht, den gesamten Zucker aus der Zuckerrübe oder dem Zuckerrohr zu extrahieren. Nachdem die Zuckerkristalle mittels Zentrifugen gewonnen wurden, bleibt Sirup übrig, in dem noch ein Teil des Zuckers stofflich gebunden ist. Es gibt Zuckerrübenmelasse, Zuckerrohrmelasse und Zuckerhirsemelasse. Zuckerrohr- und Zuckerrübenmelasse werden in großen Mengen hergestellt, Zuckerhirsemelasse ist von untergeordneter Bedeutung, da sie nur in kleinen Mengen hergestellt wird und daher vorwiegend in Bioläden vertrieben wird. In der Futterherstellung wird sie nicht verwendet...

Wie hoch ist der Zuckergehalt von Melasse?

Der Gesamtzuckergehalt von Melasse beträgt etwa 42 %.

Was unterscheidet Zuckerrohr- von Zuckerrübenmelasse?

Zuckerrübenmelasse hat einen etwa doppelt so hohen Proteingehalt gegenüber Zuckerrohrmelasse und wird daher sehr gerne zur Hefeproduktion verwendet. Auf Zuckerrüben reagieren viele Pferde allergisch. Für Pferde ist daher die bessere Wahl Zuckerrohrmelasse, auch „Schwarzes Gold“ genannt. Diese Pflanze gehört zur Familie der Süßgräser und damit auch zur ursprünglichen Nahrungskette von Pferden.

Was macht Zuckerrohrmelasse für Pferde so wertvoll?

1. Sie enthält all die wertvollen Mineralstoffe, Spurenelemente und Proteine, die dem Zuckerrohr entzogen wurden und im Zucker nicht mehr enthalten sind. Wichtig sind hier vor allem Kalzium, Phosphor, Eisen, Magnesium und Kalium.

100 g Zuckerrohrmelasse enthält durchschnittlich:

  • 5 g Kalium
  • 0,5 g Calcium
  • 0,5 g Phosphor
  • 20 mg Magnesium
  • 17 mg Eisen
  • 1,5 mg Kupfer
  • 0,1 mg Vitamin B1 (Thiamin)
  • 0,2 mg Vitamin B2
  • 0,25 mg Vitamin B6
  • 2 mg Vitamin B3 (Niacin)
  • 0,5 mg Vitamin B5 (Pantothenat)
  • 10 mg Vitamin B9 (Folsäure)
  • außerdem Vitamin B7 (Biotin) und 7 Aminosäuren

2. Die Bioverfügbarkeit ist bei Mineralien und Spurenelementen pflanzlicher Herkunft wesentlich höher als bei mineralischen Salzen. Während Industriezucker im Körper Säure bildet, was Pilzbildung und unerwünschte Gärungsprozesse fördert, wirkt Zuckerrohrmelasse sogar leicht basisch!

3. Wissenschaftler haben herausgefunden, dass sich Zuckerrohrmelasse günstig auf den Stoffwechsel und die Zuckerverdauung auswirkt. Übersäuerung ist ein häufiges Problem bei Pferden und macht sich in äußerlichen Symptomen bemerkbar wie Juckreiz und Ekzemen. So können gerade Ekzemerpferde von einem Zusatz von Zuckerrohrmelasse im Pferdefutter profitieren.

4. Schwarze Zuckerrohrmelasse ist auch als altes Hausmittel zur Anregung des Haarwuchses bekannt und soll das Haar richtig zum Glänzen bringen. Zuckerrohrmelasse in Maßen dient also nicht nur der Geschmacksverbesserung, sondern ist wirklich gesund. Auch äußerlich kann das „Schwarze Gold“ bei Pferden angewendet werden. Bei Verletzungen, Wunden, Hautausschlägen und Entzündungen helfen Melasseumschläge.

Wozu Zuckerrohrmelasse in Pferdefutter?

Zum einen nützt das gesündeste Pferdefutter nichts, wenn es nicht schmeckt. Nur wenn Sie Ihrem Pferd Futter anbieten, das es lecker findet, wird es dieses auch fressen. Die Basis bei der Herstellung aller Rezepturen mit EM (Effektive Microorganismen) ist Zuckerrohrmelasse. Der Einsatz von EM-Produkten bei der Fütterung und Pflege von Pferden hat sich seit vielen Jahren nachhaltig bewährt. Staubiges Futter ist problematisch, da viele Pferde sehr empfindlich darauf reagieren. Die Folge können Husten und Verschleimung sein. Pellets garantieren eine staubfreie und in der Regel auch hygienische Pferdefütterung. Um stabile Pellets herstellen zu können, ist eine geringe Menge an Melasse notwendig. Vergleich anhand von Kristallkraft No1: Ein Pferd nimmt bei einer täglichen Aufnahme von etwa 8 kg energiearmem Heu mit einem Zuckergehalt von 4 % etwa 320 g Zucker auf. Ein 8-kg-Eimer Kristallkraft No1 enthält 3 % Zuckerrohrmelasse mit einem Zuckergehalt von 42 %. Der ganze Eimer enthält also etwa 240 g Zucker. Bei einer täglichen Aufnahme von 200 g Kristallkraft nimmt Ihr Pferd also weniger Zucker zu sich als es einem Stückchen Würfelzucker entspricht. Daher kann Kristallkraft No1 auch bedenkenlos an Pferde mit Problemen des Zuckerstoffwechsels gefüttert werden.

Fazit: Keine Angst vor Zuckerrohrmelasse! In der richtigen Dosierung ist sie gesund und wertvoll. Ich nutze sie selbst für die Gesundheit unserer Pferde. Und das mit bestem Gewissen :)

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