Stallapotheke

Stallapotheke selbst gemacht

Volksheilkundliche Rezepte erleben gerade eine Renaissance

an dieser Stelle möchte ich mich erst einmal ganz herzlich über das positive Feedback von Ihnen bedanken. Ich freue mich sehr, dass Sie meine Anregungen gerne lesen.

10 einfache Rezepturen für alle Fälle

Heute habe ich für Sie 10 wunderbare Rezepte zusammengestellt, die Sie leicht nachmachen können und die Ihnen und Ihren Pferden gute Dienste leisten werden.

1. Angelaufene Beine:

Rühren Sie Heilerde in Wasser an, bis eine streichfähige Paste entsteht. Diese Paste tragen Sie großflächig auf das betroffene Bein auf.

2. Ekzeme

Verdünnen Sie Bio-Apfelessig im Verhältnis 1:1 und betupfen Sie mit dieser Lösung die entsprechenden Stellen. Lassen Sie die Stellen trocknen und tragen Sie dann Bio-Kokosöl großzügig auf. Das Öl ist sehr pflegend und der intensive Duft schreckt Mücken und Zecken ab.

3. Fliegenspray

Als Basis mischen Sie schwarzen Tee und Bio-Apfelessig im Verhältnis 1:1. Füllen Sie die Mischung in eine einfache 1,0 l-Sprühflasche. Anschließend geben Sie 10 ml Neemöl hinzu sowie 4 ml Teebaumöl, 5 ml Lavendelöl, 6 ml Geraniumöl, 5 ml Weihrauchöl, 4 ml Nelkenöl. Schütteln Sie die Mischung kräftig und sprühen Sie Ihr Pferd vor dem Weidegang bzw. ausritt damit ein. Sparen Sie das empfindliche Gesicht  sowie die Geschlechtsteile dabei aus. Hier können Sie mit organischem Kokosöl arbeiten.

4. Gelenksentzündung

Sehr gut haben sich bei entzündlichen Prozessen der Gelenke Kohlwickel bewährt. Nehmen Sie einen großen Weißkohlkopf und entfernen Sie die großen äußeren Blätter. Diese walzen Sie mit einem Nudelholz flach, bis der heilsame Kohlsaft austritt. Nun umwickeln Sie das Gelenk mit den Kohlblättern, so dass die einzelnen Blätter sich überlappen. Damit das Ganze gut hält, fixieren Sie das Ganze mit einer Babywindel oder Mullbinden. Nach einigen Stunden entfernen Sie den Umschlag wieder. Wiederholen Sie den Vorgang täglich, bis die Entzündung abgeheilt ist. Achtung: Da der Kohlsaft sehr stark ist, wenden Sie dieses Rezept bitte nicht bei hautempfindlichen Pferden an.

5. Hautpilz

Moose können hervorragend eingesetzt werden, um Pilzen den Garaus zu machen. Ganz besonders wirkungsvoll ist das Lebermoos, dessen Extrakt Sie einfach im Internet oder Ihrer Apotheke bestellen  können. Mischen Sie 10-20 ml Lebermoos-extrakt mit 100 ml Wasser und behandeln Sie damit die infizierten Stellen. Sie werden überrascht sein, wie schnell das wirkt. Eine Alternative und noch einfacher in der Anwendung ist jedes Moos, das bei Ihnen in Stallnähe wächst. Alle Moose haben einen natürlichen Schutzmechanismus gegen Pilze, um so ihr Überleben zu sichern. Sie können also nichts falsch machen. Entnehmen Sie etwas Moos und reiben Sie damit die betroffenen Stellen bei Ihrem Pferd ein. Wiederholen Sie dies, bis die Pilzinfektion abgeheilt ist. Ich bin mir sicher, Sie werden erstaunt sein, wie zuverlässig das klappt. Gutes kann so einfach sein.

6. Hufpflege

Gerade bei trockenem Wetter leiden häufig die Hufe unserer Pferde. Viele Huffette verkleben die Hufe und verhindern, dass Luft an die Hufe kommt. Besser ist es, selbst ein Kräuteröl herzustellen, das pflegt, aber auch luftdurchlässig bleibt. Geben Sie einige frische oder getrocknete Lorbeerblätter in eine weithalsige Flasche mit Olivenöl und lassen Sie die geschlossene Flasche 40 Tage an einem sonnigen Platz ziehen. Danach gießen Sie die Mischung durch einen Filter und fertig ist das Hufpflegeöl. Pinseln Sie die Hufe Ihres Pferdes täglich mit dem Kräuteröl ein. Ihr Pferd wird glänzende gepflegte Hufe bekommen, die nicht mehr so leicht einreißen.

7. Husten

Eine der wirkungsvollsten Pflanzen bei Husten ist der Ihnen allen bekannte Thymian. Setzen Sie selbst eine Kräutertinktur an nach folgendem Rezept: Füllen Sie ein Schraubdeckelglas locker mit frischem Thymiankraut oder halb voll mit getrocknetem Kraut. Geben Sie auf das geschnittene oder getrocknete Kraut  40-%igem Wodka oder Korn und lassen Sie die Mischung 40 Tage ziehen. Das Glas soll an einem sonnengeschützten kühlen Ort aufbewahrt werden. Schütteln Sie die Mischung einmal täglich kurz auf. Nach 40 Tagen filtern Sie die Flüssigkeit ab und geben diese in eine Tropfflasche. Nun können Sie Ihr Pferd behandeln. Mischen Sie die Tinktur mit etwas Wasser und spritzen Sie diese mit einer Aufziehspritze direkt ins Maul. Der Thymian löst den Schleim und erleichtert das Abhusten. Nach diesem Grundrezept können Sie auch andere Pflanzen zu Tinkturen verarbeiten.

8. Wundversorgung

Honig und Heilerde sind die perfekte Kombination bei der Unterstützung schlecht heilender Wunden. Reinigen Sie die Wunde zuerst mit klarem Wasser und tupfen Sie die Stelle vorsichtig trocken. Danach bedecken Sie die Wunde dünn mit reinem Bio-Imkerhonig und verschließen anschließend mit Heilerde, damit das Ganze nicht mehr klebt. Wiederholen Sie dieses Prozedere täglich, bis die Wunde verheilt ist.

9. Zerrungen

Zerrungen beim Pferd lassen sich leicht und natürlich mit selbst gemachtem Rotöl aus dem Johanniskraut behandeln. So stellen Sie dieses hoch wirksame Öl selbst her: Sammeln Sie im Juni bei Sonnenschein echtes Johanniskraut oder kaufen Sie getrocknetes Johanniskraut in der Apotheke. Füllen Sie eine weithalsige Glasflasche locker mit dem frischen blühenden klein geschnittenen Kraut oder nur halb voll mit der getrockneten Ware. Nun übergießen Sie das Johanniskraut mit kalt gepresstem Olivenöl und lassen Sie das Ganze 40 Tage in der Sonne ziehen. Danach filtern Sie das Öl ab und reiben damit die schmerzenden Stellen Ihres Pferdes ein.

10. Gesunde Pferdeleckerlis

Ohne Leckerlis fehlt im Stall etwas. Die meisten Fertigprodukte enthalten viel zu viel Zucker oder Zutaten, die überflüssig sind. Diese Karottenplätzchen sind gesund und schmecken Ihrem Pferd trotzdem:

Hirse-Karotten-Kugeln

Zutaten:

  • 1 kg Karotten
  • 100g Hirse
  • 100g Weizenvollkornmehl
  • 100 ml schwarze Zuckerrohrmelasse
  • eine Handvoll Pfefferminzblätter (frisch oder getrocknet)
  • 50g Früchtemüsli
  • 50g geschälte Sonnenblumenkerne

Zubereitung:

Karotten reiben und mit allen anderen Zutaten verrühren. Anschließend mit feuchten Händen zu Kugeln in der gewünschten Größe rollen und auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen. Bei 120 Grad 35-45 Minuten backen. Abkühlen lassen und in einen geeigneten Behälter füllen. Mmmmmhhhh!

Ich wünsche Ihnen ganz viel Freude beim Nachmachen. Vielleicht tun Sie sich einfach mit Stallkollegen zusammen und machen einen schönen Event daraus :-)

Haben Sie selbst einen tollen Tipp für uns? Schreiben Sie uns und wir veröffentlichen Ihr Rezept auf unserer Facebook-Seite oder unserem Kristallkraft-Blog.

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