Hufrehe bei Pferden

Sofort handeln bei Verdacht auf Hufrehe

Ich habe mir Zeit gelassen für diesen Newsletter, da das lange angekündigte Thema Hufrehe bei Pferden ein sehr komplexes Thema ist und ich Ihnen wirklich wertvolle und nützliche Informationen bieten möchte. Aus diesem Grund habe ich mich intensiv mit dieser schrecklichen Erkrankung beschäftigt und freue mich sehr, meine Erkenntnisse mit Ihnen zu teilen.

Schreckgespenst Hufrehe - zu Recht gefürchtet und äußerst schmerzhaft

Wir alle wünschen uns natürlich, nie selbst mit unserem Pferd betroffen zu sein, da die Hufrehe die wohl mit am meisten gefürchtete und tückischste Diagnose für ein Pferd ist und gleichzeitig die zweithäufigste Todesursache bei Pferden. Eigentlich ist Hufrehe keine Krankheit im klassischen Sinn, sondern ein vielschichtiges Symptombild, welches durch ein Zusammenkommen verschiedener Ursachen entsteht. Der Name kommt ethymologisch gesehen von dem Wort „Räh“, was soviel bedeutet wie steif. Faktisch ist die Hufrehe eine Entzündung der Huflederhaut, die nicht durch das Eindringen von Bakterien von außen entsteht, sondern durch entzündliche Prozesse im Huf selbst. Dabei werden die sehr feinen Blutgefäße im Inneren des Hufes durch Toxine geschädigt und es kommt zu einem massiven Austritt von Blutplasma im Huf. Der extreme Druck, der dabei entsteht, verursacht unerträgliche Schmerzen für das Pferd. Bei Nichtbehandlung kommt es im Endstadium einer Rehe zum Verlust des Hufes (Ausschuhen) und das Pferd muss in den meisten Fällen erlöst werden.

Akut oder chronisch – der Tierarzt muss her

Grundsätzlich unterscheiden wir zwischen akuter und chronischer Rehe. Die akute Rehe ist immer ein Notfall und muss sofort behandelt werden. Wenn im akuten Stadium richtig therapiert wird, bestehen beste Heilungschancen.

Mögliche akute Symptome:

  • Warme Hufe
  • Pferd schwitzt
  • Kronrand geschwollen
  • Verstärktes Pulsieren an der hinteren Seite der Fessel kann ertastet werden
  • Steife Bewegungen des Pferdes
  • Auffällige Schonhaltung
  • Schnelleres Atmen
  • Temperatur kann erhöht sein
  • Erhöhter Puls
  • Unruhiges Verhalten
  • Pferd legt sich hin
  • Sichtbar starke Schmerzen

Sofortmaßnahmen

Rufen Sie so schnell wie möglich den Tierarzt. Stellen Sie Ihr Pferd sofort in die Box und sorgen Sie für einen weichen Untergrund. Kühlen Sie die betroffenen Hufe mit eiskaltem Wasser. Das verzögert das Fortschreiten der Entzündung und wirkt schmerzlindernd. Streicheln und beruhigen Sie Ihr Pferd. Zeigen Sie ihm, dass Sie da sind und helfen. Sprechen Sie sanft mit Ihrem Pferd. Die weitere Therapie stimmen Sie bitte mit dem Tierarzt Ihres Vertrauens ab.

Chronischer Verlauf

Die chronische Rehe ist das Ergebnis mehrerer Reheschübe und zeichnet sich aus durch eine Hufbeinrotation (Fehlstellung) und Absenkung des Hufbeins. Die Deformierung ist äußerlich zu erkennen. Auch hier ist eine Behandlung durch den Tiermediziner unbedingt notwendig. Die Behandlung ist sehr langwierig und erfordert eine professionelle Bearbeitung durch einen Hufexperten, da der Huf meist radikal korrigiert werden muss und dann über einen längeren Zeitraum regelmäßig nachbearbeitet wird. Einen chronischen Verlauf können Sie verhindern, indem Sie im akuten Stadium konsequent behandeln und die Ursachen abstellen und so weitere Reheschübe verhindern.

Welche Arten von Rehe gibt es?

  • Belastungsrehe:
Wird meist ausgelöst durch langes Laufen auf zu harten Böden
  • Stallrehe:
Durch zu langes Stehen wird der Huf zu wenig durchblutet
  • Futterrehe:
Ursache sind Fütterungsfehler. Zu viele Kohlehydrate stören den Stoffwechsel und im Dickdarm gebildete Endotoxine wandern durch die Darmwand ins Blut
  • Geburtsrehe:
In der Gebärmutter verbliebene Reste des Mutterkuchens werden von Bakterien zersetzt und Endotoxine entstehen, welche in den Blutkreislauf gelangen
  • Vergiftungsrehe
Durch die Aufnahme giftiger Pflanzen oder auch durch Impfungen und Wurmkuren wird der Stoffwechsel gestört. Durch Fehlverdauung entstandene Endotoxine geraten in die Blutbahn
  • Medikamentenrehe:
Vor allem Kortisonhaltige Medikamente und Antibiotika können diese auslösen
  • Kolikbedingte Rehe:
Folge einer Kolikkomplikation, auch hier sind Toxine aus dem Darm der Auslöser
  • Rehe als Folgekrankheit

Stoffwechselkrankheiten können ebenfalls eine Rehe auslösen, zu  nennen sind hier das Cushing Syndrom, Schilddrüsenerkrankungen, Darmstörungen, Kreuzverschläge

Prophylaxe ist die Devise

Damit die Hufrehe keine Chance hat bei Ihrem Pferd, sollten Sie bereits vorbeugend auf die Gesundheit Ihres Pferdes einwirken.

Haltung

Ganz entscheidend dabei sind die Haltung und die Fütterung Ihres Pferdes. Um langfristig gesund zu bleiben, braucht Ihr Pferd reichlich Bewegung und Kontakt zu anderen Pferden. Ein Paddock von ein paar Quadratmetern reicht da auf keinen Fall aus. Sie sollten mit 0,25ha pro Pferd bei der Tagesweide und 0,5ha bei 24 Std Weidenhaltung rechnen.

Bewegung

Auch das Spielen und Schmusen mit anderen Pferden ist wichtig und gesundheitsfördernd. Wenn Sie Ihr Pferd trainieren, achten Sie darauf, dass Sie es nicht überfordern. Beim Training im Gelände ist es wichtig, auf geeignete Böden zu achten. Sind Sie lange unterwegs gewesen, kühlen Sie die Beine und pflegen Sie die Hufe.

Die richtige Ernährung

Um eine Futterrehe zu verhindern, achten Sie auf ein normales Gewicht Ihres Pferdes. Wichtig und artgerecht ist eine rohfaserreiche Ernähung, also als Basis Heu und Stroh, welches aus einem späten Erstschnitt stammen sollte. Vermeiden Sie wenn möglich Heulage und Silage, da beide zu einer Übersäuerung im Darm führen mit allen negativen Folgen wie Blähungen, Kotwasser, Durchfall, Fehlgärungen. Versorgen Sie Ihr Pferd mit den erforderlichen Vitaminen, immer an die Leistung angepasst. Füttern Sie nicht zuviel durcheinander! Gehen Sie den Futterwechsel im Frühjahr und Herbst langsam an, damit sich die Darmflora Ihres Pferdes an die Futterumstellung anpassen kann. Auch so verhindern Sie Stoffwechselstörungen.

Entgiftung

Und entgiften Sie! Ich kann es nicht oft genug sagen, bitte entgiften Sie regelmäßig. Um der Hufrehe vorzubeugen lege ich Ihnen besonders unser neues Kristallkraft No2 ans Herz, da der von uns verwendete Klinoptilolith besonders zuverlässig Endotoxine bindet, die fast immer an der Entstehung von Hufrehe beteiligt sind. Der in No2 enthaltene Hefezellwandextrakt verhindert das Anheften krankmachender Keime an der Darmwand und fermentiertes Weizenmalz sorgt dafür, dass sich die positiven Bakterien vermehren. Das ist die allerbeste Unterstützung des Immunsystems und Vorbeugung von Stoffwechselstörungen.

Weitere Informationen zu Kristallkraft No2, lesen Sie hier.

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