EMS und Cushing Syndrom beim Pferd

Wohlstandkrankheiten bei Pferden Teil2

Echtes Cushing Syndrom

Erst einmal wünsche ich ein Frohes neues Jahr mit Freude, Glück und vor allem Gesundheit! Ich freue mich auf ein spannendes Jahr mit Euch allen und darf schon mal ankündigen, dass es in diesem Jahr viel Neues bei uns geben wird. Es ist auf vielfachen Wunsch endlich ein Nachfüllpack geplant und es wird tolle neue Produkte geben. Wenn es soweit ist, gebe ich alles wieder über den Newsletter bekannt.

Heute kommt der lang erwartete 2. Teil zum Thema Wohlstandskrankheiten bei Pferden. Dieses Mal schreibe ich über das weit verbreitete Cushing Syndrom.

Echtes Cushing Syndrom

Was viele nicht wissen ist, dass das echte Cushing Syndrom durch eine tumorartige Veränderung der Zellen in der Hirnanhangdrüse entsteht. Dieser Tumor der Hypophyse kann aufgrund von genetischer Veranlagung oder aufgrund von chronischem Stress entstehen. Das Tumorgewebe verursacht eine übersteigerte Ausschüttung von Stresshormonen, was eine ganze Kette von Stoffwechselprozessen auslöst, an deren Ende ein starker Anstieg des Blutzuckerspiegels steht sowie ein Abbau des Muskelgewebes. Somit entgleist der Stoffwechsel beim echten Cushing Syndrom aufgrund eines Tumors und daraus folgenden hormonellen Veränderungen, die am Ende typische Symptome zeigen wie zum Beispiel:
  • Fellwechselstörungen
  • Langhaar
  • Fettdepots an unpassenden Stellen
  • Abmagerung
  • Hängebauch
  • Hufrehe
  • Herz-Kreislaufprobleme
  • Arterienverkalkung

Pseudo oder Peripheres Cushing Syndrom?

Da inzwischen die Diagnose ECS immer häufiger und manchmal auch allzu schnell gestellt wird, vermuten Wissenschaftler, dass es sich nur bei wenigen Fällen um ein echtes Equines Cushing Syndrom handelt, sondern bei dem größeren Teil der betroffenen Pferde um Ein Pseudo Cushing Syndrom als Folge eines fütterungsbedingten EMS (Equines Metabolisches Syndrom). Die Symptome sind identisch, die eigentliche Ursache ist aber nicht genetisch, sondern fütterungsbedingt. Ein nicht behandeltes EMS kann also möglicherweise langfristig zu ein Cushing Syndrom entwickeln. Da ein EMS gut zu behandeln ist und auch durch konsequente Ernährungsumstellung vollständig geheilt werden kann, ein ECS jedoch durch die Veränderung der Hypophyse faktisch unheilbar ist und eine lebenslange Therapie verlangt, ist es umso wichtiger, ständig auf einen ausgewogenen Stoffwechsel unserer Pferde zu achten und bei Übergewicht sofort zu reagieren.

Wer ist betroffen?

Typischerweise erkranken fast ausnahmslos Pferde ab 15 Jahren und älter. Auch wenn auch junge Pferde unter Cushing leiden können, kommt dies sehr selten vor.

Erste Anzeichen:

Ein Cushing Syndrom entwickelt sich schleichend, so dass die Krankheit schon weit fortgeschritten ist, wenn die klinischen Symptome wie das Langhaar, die Fettdepots und der Hängebauch bereits sichtbar sind. Für die Therapie ist es sehr wichtig, auf erste Anzeichen zu achten, denn eine frühzeitige Behandlung des ECS hat eine deutliche Verbesserung der Lebensqualität zur Folge, auch wenn die Therapie meist lebenslang erfolgen muss.

Mögliche frühe Warnsignale sind:

  • Depression
  • nachlassende Aktivität
  • auffallend gesteigerter Durst
  • starkes Schwitzen
  • Wundheilungsstörungen
  • Zyklusstörungen bei Stuten

Therapie:

Selbstverständlich sollten Sie Ihr Pferd dem Tierarzt vorstellen, um eine sicher Diagnose zu erhalten. Falls sich das Ergebnis Cushing bestätigt, werden Sie erfahrungsgemäß ein gut wirksames Medikament für ihr Pferd wie Prascend oder Pergolid erhalten. Aber Sie können sehr viel selbst tun, damit es Ihrem Cushing Pferd besser geht:
  • Das A und O ist ein optimal aufeinander abgestimmter Ernährungs- und Bewegungsplan. Beim Diätplan reglementieren Sie besonders die Aufnahme von Zucker und  Stärke. Dabei hilft gerne Ihr Tierarzt oder ein ausgebildeter Ernährungsberater für Pferde.
  • Der Energiebedarf sollte in erster Linie durch Heu (später erster Schnitt) abgedeckt werden, alles andere an die  Bewegung angepasst und nur in Maßen. Es wäre falsch, dem Pferd alles zu untersagen, denn auch die Psyche muss unbedingt berücksichtigt werden. Das Verhältnis von Energiezufuhr und Bewegung muss stimmen.
  • Achten Sie dabei bei Ihrem Cushing Pferd darauf, dass Sie beim täglichen Trainingsprogramm jeglichen Druck und Stress vermeiden zugunsten ausgleichender und gleichmäßiger Bewegungseinheiten.
  • Sanftes und nachhaltiges Training wirkt sich positiv auf die Muskulatur aus und tut auch Ihrer gegenseitigen Beziehung los. Beginnen Sie zum Beispiel mit leichtem Longieren, wenn Sie ausreiten, bleiben Sie die ersten 20 Minuten erst einmal im Schritt.
  • Entwickeln Sie ein sensibles Auge dafür, wann es stressig wird für Ihr Pferd, um Verspannung und Druck zu vermeiden.
  • Täglich gleiche Abläufe geben Ihrem Pferd Sicherheit.
  • Füttern Sie immer zu gleichen Zeit
  • Stellen Sie stets ausreichend Wasser zur Verfügung
  • Unterstützung des Immunsystems
  • Regelmäßige Entgiftung (z. B. mit Kristallkraft No2)

Kristallkraft No2 therapiebegleitend bei Cushing

Seit vielen Jahren setzen wir unsere Entgiftungskur als Unterstützung der Cushingtherapie bei vielen Pferden ein. Tierheilpraktiker und Tierärzte binden Kristallkraft inzwischen in ihr Behandlungskonzept ein. Während wir früher Kristallkraft No1 wählten, bevorzugen wir inzwischen Kristallkraft No2, da das enthaltene Gestein noch besser Endotoxine bindet, die häufig Hufrehe verursachen. Hier sind Cushing Pferde besonders häufig betroffen. Wir empfehlen im ersten Schritt eine Entgiftungskur durchzuführen und dann die halbe Dosis weiterzugeben. Kristallkraft No2 kann gemeinsam mit Pergolid oder Prascend verabreicht werden, es kommt hier zu keiner Wechselwirkung.

Fazit:

Das Cushing Syndrom wird durch eine Vergrößerung der Hypophyse aufgrund von Tumorzellen verursacht, was zu einem Ungleichgewicht des Hormonhaushaltes und Stoffwechsels führt. Diese Erkrankung kann genetisch oder auch durch Dauerstress ausgelöst werden. Betroffen sind meist Pferde ab 15 Jahren und älter. Es gibt Forschungen, wonach vermutet wird, dass nicht rechtzeitig behandeltes EMS langfristig auch ein Pseudo Cushing Syndrom verursachen kann. Während EMS vollständig heilbar ist, muss ein Pferd mit Cushing Syndrom lebenslang therapiert werden. Durch geeignete Ernährungs- und Bewegungsprogramme kann die Lebensqualität eines an Cushing erkrankten Pferdes deutlich verbessert werden.

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